Westhausen. „Gemeinsam Zukunft pflanzen“ ist das Motto des Klimawaldes von GEO DATA und ZDE in Westhausen. Auf einer Fläche von 5.000 m² wurden nun die ersten 650 Bäume gepflanzt.
„Wir haben uns gefragt, was die Zukunft bringen wird und wo wir uns einbringen können“, so Geschäftsführer Rudi Feil. In mehr als 1.000 Projekten für Kommunen und Regionen trägt man seit nunmehr 31 Jahren maßgeblich zum Ausbau der digitalen Infrastruktur bei. „Aber was ist mit dem Klimawandel, was kommt auf uns zu und können wir im Kleinen, vielleicht sogar mit digitalen Anwendungen, etwas bewegen und unsere CO2-Fußspuren teils kompensieren?“ Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich auch die Forstwirtschaft in Kooperation mit der forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg.
Auf der Basis von Temperaturprognosen, Niederschlagsmengen und Höhenstufen wurden verschiedene Baumarten für unseren Klimawald ausgewählt. Entscheidende Kriterien dabei waren, dass die Baumarten trocken- und hitzeresistent sowie als Nutzhölzer verwendbar sind und in einem hohen Maße Kohlenstoff aufnehmen können.
In diesem Zusammenhang haben wir uns für folgende Baumarten entschieden: Chinesisches Rotholz, Libanonzeder, Mammutbaum, Esskastanie, Tulpenbaum, Ginkgo, Flaumeiche und die Hainbuche. Auf den ersten Blick sicherlich exotische Baumarten, doch aufgrund der langen Zeiträume, in denen die Forstwirtschaft planen muss, eignen sich diese Baumarten besonders gut für den ausgewählten Standort.
Die Belegschaft war begeistert und es haben sich bereits zahlreiche Baumpatinnen und Baumpaten gefunden, die sich um „ihre“ Bäume kümmern werden.
„Natürlich werden wir auch Zukunftstechnologie vor Ort einbinden, das sind wir uns mit unseren Kompetenzbereichen schuldig“, sagt Rudi Feil. Man zeigt auf dem eigenen Smart City Campus bereits Lösungen, wie durch Digitalisierung CO2-Ausstoß verringert werden kann. Auch Umweltsensorik und E-Mobilität oder autarke, über Windkraft angetriebene und mit Akkus versehene Straßenleuchten zeigt man am Firmensitz.
Im Klimawald sollen Sensoren eingesetzt werden, welche die Bodenfeuchte messen und so wichtige Erkenntnisse zur Bewässerung der neu gepflanzten Baumarten liefern. Dieses System lässt sich auch beispielsweise in Städten einsetzen, um die Bewässerung von Grünflächen anhand von Echtzeitdaten gezielt zu steuern.
„Aber es wird auch die gute, alte Sitzbank geben, als Angebot an alle zu verweilen und sich zu informieren. Vielleicht bringen wir da aber auch noch Sensorik an, dann sehen Sie, ob ein Platz frei ist, bevor Sie da sind“, lacht Feil.






